Vielen herzlichen Dank an den bekannten Spender!

Hey, eigentlich wollte ich ja nur unter „Danke an unbekannte Spender“ ein Dankeschön für die Geschenke ohne bekannten Absender auflisten, weil ich mich bei den Leuten eben nicht persönlich bedanken kann. Und eigentlich wollte ich keine Geschenke herausstellen. Alle Geschenke haben ihren ganz individuellen Wert für mich! Aber gestern ist etwas geschehen, davon muss ich einfach berichten.

Mit Vorankündigung kam gestern ein Paket von jemandem an, den ich nicht etwa deshalb sehr schätze, weil er mir schon häufiger größere Geschenke gemacht hat (beispielsweise den Schreibtischstuhl, auf dem ich gerade sitze), sondern auch weil er mit seinen durchdachten Vorschlägen und qualifizierten Problembeschreibungen KOMA-Script immer wieder ein gutes Stück voran gebracht hat und vor allem, weil ich beim E-Mail-Verkehr mit ihm nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, sondern auch mal flapsig sein kann und wir, wenn ich Mist baue, gemeinsam darüber lachen können. Schon als ich das Paket entgegen genommen habe, vibrierte in mir die Vorfreude. Ich wusste ja, was darin ist. Deshalb habe ich es auch sehr vorsichtig ausgepackt. Als ich das gute Stück, dann in Händen hielt, war wirklich unfassbar, wie schön es ist! Hier ein Bild von dem Schmuckstück:

Semi-Hollow-Gitarre

Meine Finger glitten über das Holz, kontrollierten die Verarbeitung der Stege. Dann ging es an die Schalter und Regler. Alles wunderbar verarbeitet. Ich wollte natürlich auch wissen, wie so eine Semi-Hollow-Gitarre ohne Verstärker klingt. Kann man die wirklich rein akustisch spielen? Man kann – muss man aber nicht. Aufgrund des geringen Volumens des Klangkörpers sind die Höhen überbetont und die Bässe zu blass. Zum Üben reicht es, für unplugged würde ich jedoch meine Akustikgitarre vorziehen. Trotzdem konnte man bereits erahnen, dass sie einen sehr sauberen Ton hat. Nach dem Stimmen war ich auch überrascht, dass die Saitenlage ab Werk bereits sehr ordentlich eingestellt war. Selbstverständlich ist das nicht. Ich hätte dann über dem Ausprobieren fast mein Mittagessen vergessen.

Mein Grinsen hielt den ganzen Tag an.

Heute dann wollte ich wissen, wie sie an meinem UR22 von Steinberg klingt. Eingestöpselt, Kopfhörer angeschlossen, angeschlagen. Das Grinsen hätte nicht breiter werden können. Ein wenig an den Reglern gespielt, Gain am UR22 voll aufgedreht, Lautsprecherausgang hochgeregelt, das Grinsen konnte doch noch breiter werden. Mikrophone eingestöpselt, Zeit vergessen, bis meine Finger gejammert haben: Wenn Du nicht aufhörst, fangen wir an zu bluten! Da hat sich gerächt, dass ich seit einem Jahr meine Gitarren nur noch alle paar Wochen zur Hand nehme. Das wird sich jetzt aber wieder ändern! Ganz sicher!

Ich habe in den letzten Jahren und auch schon in diesem Jahr diverse Dinge geschenkt bekommen. Viele davon sind nützlich. Alle erfreuen mich. Viele davon motivieren mich, wieder mehr an KOMA-Script zu arbeiten oder mehr Zeit in den Support zu stecken. Hin und wieder gelingt es jemandem, mir ein Geschenk zu machen, dass mich stattdessen motiviert, mehr für mich zu tun und damit glücklich zu sein. Jemandem aus dem hohen Norden gelingt das wiederholt. Das scheint auf den ersten Blick keine gute Idee, wenn man Support und Weiterentwicklung fördern will. Ist es aber. Zwar spüre ich heute meine Finger beim Tippen, aber ich bin entspannt und weiß ganz genau, was zu tun ist, sollte es wieder erwarten jemandem gelingen, meine heutige Lebensfreude zu dämpfen. Direkt hinter mir steht das Heilmittel.

Danke!

Und wenn mir die Finger zu sehr schmerzen, werde ich mich auf die Suche nach einem passenden Verstärker machen. Ein Bekannter hat mir einen Fender empfohlen. Auch das bringt zusätzliche Vorfreude. Ich bin schon sehr gespannt, wie das dann klingt! (Nachtrag: Klingt super, zeigt mir aber mal wieder meine musikalischen Grenzen auf. Ich hoffe, dass ich bald wieder sehr viel mehr üben kann.)

In großer Freude
Markus

PS: Das heißt jetzt nicht, dass mir alle Gitarren schenken sollten. Ich brauche noch immer Toner für meinen Drucker. Ich lese noch immer Bücher. Ich höre noch immer Musik von Leuten, die sie besser machen als ich. … Das Ganze war einfach nur ein Erlebnis. Ich hätte stattdessen auch von Stollen oder Monitor oder der E-Mail von dem Studenten aus China erzählen können. Es gibt immer wieder freudige Ereignisse.