Tolle Leute

Ich sollte diese Seite einfach selbst öfter lesen. Sie erinnert mich nämlich immer wieder daran, dass ich es sehr oft auch mit tollen Leuten zu tun habe. Wenn ich mir die ganzen Geschenke in Erinnerung bringe und die Kontakte mit netten Menschen, die über die Jahre entstanden sind, dann motiviert das am Ende doch wieder sehr. Ganz unabhängig vom Wert der Geschenke, vermitteln sie mir, dass die ganze – teilweise auch recht nervenaufreibende – Arbeit doch nicht für die Katz ist, sondern für andere einen Wert hat.

Ich erwähne gerne, dass die kleinen Geschenke mir besonders lieb sind. Ich will aber auch nicht unerwähnt lassen, dass sich in einigen Fällen die mittleren bis größeren Geschenke überraschend kumulieren. Teilweise geht das über Jahre mit großer Beständigkeit. Teilweise findet es innrhalb kurzer Zeit statt. Teilweise sind Menschen beteiligt, die mir aus den sich entwickelnden Kontakten ohnehin besonders ans Herz gewachsen sind. Teilweise sind es Menschen – man verzeihe mir – die mir absolut fremd sind.

In manchen Fällen verblüfft mich das Ausmaß der Wertschätzung. Die Sache mit der Gitarre habe ich ja schon ausführlich erzählt. Ein anderes Beispiel sind Monitor, Notebook und Dockingstation, die mich im Abstand von wenigen Monaten bis Wochen erreicht haben. Begonnen hat es mit der (telefonischen?) Frage, ob ich noch immer einen Monitor gebrauchen könnte. Ich hatte damals an einen selbst-gebrauchten, ausrangierten Monitor gedacht. Bekommen habe ich ein sehr hochwertiges, professionell aufbereitetes Gerät aus dem Profibereich, das ich mir tatsächlich selbst (auch gebraucht) nie geleistet hätte. Inzwischen ist das auf dem Schreibtisch mein Hauptgerät und hat meinen alten Monitor zum Zeitbildschirm degradiert. Die Bildqualität und Farbtreue des neuen (Gebraucht-)Geräts ist derart gut, man glaubt es kaum. Nun, schon vor 20 Jahren habe ich bei der Arbeit Eizo-Röhrenmonitore aus dem Profisegment geschätzt – und schon damals waren die saumäßig schwer. ;-)

Im Zuge der Schenkung des Monitors hatten wir uns auch über gebrauchte, aufbereitete Notebooks unterhalten. Ich hatte damals meine Präferenz für Lenovo-Business-Geräten oder alternativ für HP erwähnt. Sicher habe ich auch fallen lassen, dass das damit zusammenhängt, dass ich mit dem x61s, das ich vor Jahren geschenkt bekam (Hallo Uwe!), extrem zufrieden war und die kleinen, leichten Teile einfach zu schätzen weiß. Bestimmt hatte ich erwähnt, dass mir ein x230 nicht so ganz zusagen würde und ich mit einem x240 oder x250 liebäugle. Eigentlich hätte ich wissen sollen, worauf das irgendwann hinaus läuft. Mancher mag denken: »Hach, was ist der Markus doch für ein hinterfotziger Heuchler"« Aber ich bin trotz aller Erfahrungen wohl noch immer extrem naiv und kurzsichtig und unterhalte mich daher ohne Hintergedanken und ohne Vorahnungen über derlei Dinge. Jedenfalls klingelte ein paar Monate später der Paketbote und brachte mir ein fast neuwertig, aufbereitetes x240. OK, entgegen der beigefügten Beschreibung war die Festplatte unbrauchbar klein und die Webcam fehlte. Trotzdem kann ich professionell aufbereitete Geräte nach dieser Erfahrung sehr empfehlen. Die Festplatte wurde mit Hilfe einer anderen treuen Seele ganz schnell durch eine fette SSD ersetzt (RAM wurde aus der gleichen Quelle ebenfalls verdoppelt). Keine Webcam erspart die ständige Kontrolle, dass sie auch aus ist, oder das Abkleben. Außerdem hat das Notebook entgegen der Beschreibung eine beleuchtete Tastatur, was ich inzwischen durchaus zu schätzen weiß und für mich die fehlende Webcam mehr als kompensiert. Ein paar Wochen später kam dann sogar noch eine Docking-Station. Inzwischen arbeite ich mit dem x240 wesentlich häufiger als mit meinem alten Arbeitstier (einem HP ProBook 6550b, einst von DANTE gesponsort). Mein selbst angeschafftes v130 ist inzwischen mein Ersatzgerät und darf wegen seiner Sparsamkeit manchmal Nachtarbeit leisten. Im Vergleich zum x240 hat es zwar ein größeres aber deutlich schlechteres Display und die deutlich schlechtere Tastatur. OK, es hat 12 GB RAM, während beim x240 bei 8 GB das Ende der Möglichkeiten erreicht ist. Aber die 8 GB reichen mir für KOMA-Script dicke. Einzig nervig ist beim x240 manchmal das Touchpad. Die 3-Finger-Geste für die mittlere Maustaste wird leider immer wieder als 2-Finger interpretiert. An das alternativ mögliche Klicken am oberen Rand des Touchpads kann ich mich nicht so recht gewöhnen. Eine richtige Taste wäre nicht schlecht, hat das v130 aber auch nicht. Dort war das Touchpad noch nerviger, weil ich beim Tippen ständig drauf gekommen bin und der Cursor dann irgendwohin gehüpft ist – trotz diverser Einstellungsänderungen bezüglich Sensitivität und Abschalten während der Tastaturbenutzung. Aber ich schweife ab. Jedenfalls war das total überraschend, eigentlich viel zu viel, aber auch extrem nützlich. 90% meines Supports leiste ich von diesem Notebook (auch jetzt sitze ich damit auf der Terrasse und freue ich am schönen Wetter). Ein Teil der Entwicklung geht ebenfalls damit. Vom Urlaub abgesehen (immer ohne Computer!) ist es ein regelmäßiger und treuer Begleiter.

So, genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich könnte jetzt noch eine Sache bezüglich eines anderen Geschenks erwähnen. Das wäre dann aber in der Tat mit Hintergedanken und deshalb nicht schön. Wenn es mir irgendwann unter den Nägeln brennt, werde ich es anderweitig ganz offen kund tun.