Gratulation an CTAN

Heute Nacht habe ich mal wieder eine verständliche aber in meinen Augen wenig durchdachte Kritik an [CTAN(https://www.ctan.org) gelesen, die glücklicherweise inzwischen gelöscht wurde. Das hat mich aber daran erinnert, dass ich noch unbedingt etwas tun wollte:

Herzlichen Glückwunsch zum DANTE-Ehrenpreis 2014 an das ganze CTAN-Team!

Ihr habt das mehr als verdient.

Ich darf verraten, dass auch ich ein CTAN-Mitglied für den Preis vorgeschlagen hatte. Die Idee CTAN insgesamt mit dem Preis zu beglücken ist natürlich noch weit besser!

Reflexionen zu DANTE 2014

Seit Jahren nehme ich jede Entschuldigung wahr, um mich vor DANTE-Tagungen zu drücken. Meine letzte Tagung war vor sage und schreibe 10 Jahren in Darmstadt. Damals war ich allerdings nur einen Tag anwesend. Dieses Mal war ich pünktlich um 8:45 Uhr bei der Registrierung.

Nach dem Abstellen meines Drahtesels kurz nach 8:30 Uhr stürzte ich mich erst einmal auf ein Glas Wasser. Das tolle Wetter hat mich nämlich dazu verleitet, schneller als beabsichtigt und nur unterbrochen von einmal Schnäuzen und dem Öffnen der Jacke zu fahren. Während ich das Glas leerte versuchte ich schon einmal etwas zaghaft die Namensschilder der anderen zu lesen, was nicht immer ganz einfach war. Aber ich war nun einmal gespannt, wer von den vielen Namen hier endlich ein Gesicht bekommen könnte. Aber zunächst war ich ziemlich erfolglos.

Bin ich verrückt?

Vor einigen Minuten hat mich eine Mail erreicht, in der mich ein Bekannter und bekennender KOMA-Script-Anwender rundheraus gefragt hat, ob ich verrückt sei. Tja, gute Frage.

Hintergrund war, dass ich demjenigen erzählt habe, was ich so alles an freiwilligen Tätigkeiten ausübe angefangen von meinem kirchlichen Engagement über diverse »Hey, kannst Du am Samstag auf unsere beiden Jüngsten aufpassen?« – »Klar, warum nicht!« über meinen OpenSource-Engagement bis hin zu: »Die Vorlage von https://bitsundbytesiminternetsindgeduldig.invalid ist sooo an dem vorbei, wie man das mit KOMA-Script machen sollte, da muss ich unbedingt einen Tag investieren, um dem armen Anwender, der darauf reingefallen ist, mal zu zeigen, wie es richtig geht.« Wann habe ich das letzte Mal ein Buch gelesen? Kaum zu glauben vor zwei Wochen!

Zeitenwandel

Nächstes Jahr sind es 30 Jahren, dass ich Software schreibe und weiter gebe. Damals war OpenSource nicht so wichtig wie kostenlos. Frei haben wir das trotzdem genannt oder Public Domain. Heute ist OpenSource wichtiger als kostenlos und viele verwechseln beides nur deshalb wieder, weil sie OpenSource-Software in der Regel auch kostenlos bekommen.

Früher gingen wir mit einer Kassette zu einem Kumpel und haben uns zwanzig Mal bedankt, wenn wir nach einer Stunde endlich eine fehlerfreie Kopie und eine Kurzeinführung in die wichtigsten Funktionen hatten. Heute laden sich die Leute in 10 Sekunden die Software samt 396 Seiten Handbuch (die zusätzlichen Anleitungen für tocstyle, scrjura etc. nicht mitgerechnet) von irgendwelchen Servern herunter und beschweren sich, wenn man sie nicht auf Händen dafür trägt, dass sie etwas in der Anleitung nicht gefunden haben.

Nichts im Leben ist umsonst

Obwohl eine alte Weisheit sagt, dass nichts im Leben umsonst ist, gibt es im Internet scheinbar unzählige Dinge umsonst. Dazu gehören auch diverse Foren wie komascript.de. Tatsächlich kosten all diese Dinge irgend jemanden immer irgend etwas. In vielen Fällen werden Web-Auftritte über Werbung finanziert. In einigen Fällen hat sich auch schon erwiesen, dass kommerzielle Anbieter der Datensammelwut verfallen sind und diese Daten gewinnbringend nutzen.

Über die Datensammler braucht man eigentlich nicht viel zu sagen. Ich betrachte das als keine seriöse Möglichkeiten, den Betrieb zu finanzieren oder gar Gewinn damit zu machen. Die »KOMA-Script Documentation Project«-Betreiber sehen das genauso. Alle Daten, die das System zum Zwecke des Betriebs erhebt oder ermittelt und speichern muss, bleiben da wo sie hingehören: im System bzw. im Backup.

Frohe Weihnachten!

In diesem Jahr will ich nicht nur allen KOMA-Script-Anwendern frohe Weihnachten wünschen, sondern habe selbst auch von einer reichen Bescherung zu berichten.

In meinem letzten Blog-Beitrag1 hatte ich ja davon berichtet, dass meine Rechner den vielfältigen Aufgaben im Bereich der KOMA-Script-Entwicklung – allen voran Test und Support – nicht mehr gewachsen sind. Ich hatte deshalb nach brach liegenden Windows-Lizenzen gefragt aber auch darum gebeten, die Hardware-Kisten nach noch brauchbaren Teilen zu durchforsten. Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen im Advent besonders milde gestimmt sind. Ich selbst vermute allerdings, dass es mit Advent sehr wenig zu tun hatte, dass diese Nachfrage zu frühen Weihnachtsgeschenken führte, wie ich es mir nicht hätte träumen lassen.

Verwirrung?

Letzte Woche hat es ein Anwender geschafft, mich auf sehr angenehme Weise zu verwirren. Damit hat er mir nebenbei auch noch das Thema für heute geliefert.

Angefangen hat die Geschichte damit, dass ich im Garten gearbeitet habe und meine Nachbarin vorbei kam. Sie habe mir ein Paket vor die Tür gestellt, das bei ihr abgegeben wurde. Artig bedankte ich mich, wobei ich mich bereits im Stillen wunderte, was das wohl sein könnte. Eigentlich erwartete ich kein Paket. Als ich dann meinen Krempel zusammenpackte und mich zur Haustür begab, wuchs die Verwunderung noch. Da stand ein größerer Karton, in dem es leicht klapperte. Absender war ein Weingut. Hm, vor ein paar Wochen hatte ich unvorsichtiger Weise am Telefon zwei Fragen zum Thema Wein beantwortet. Verkaufen wollte man mir damals nichts, aber man weiß ja nie. Also erst einmal dem Mittagessen und den Kindern widmen und die Kiste stehen lassen.